Nr. 1 / 23. Januar 2017

Studienzentrum in Berlin-Buch begrüßt 5000. Teilnehmerin der NAKO-Gesundheitsstudie


Prof. Tobias Pischon bedankt sich bei Claudia Piedel.

Foto: MDC

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Prof. Tobias Pischon (links), Sprecher und Leiter des Studienzentrums Berlin-Nord der NAKO Gesundheitsstudie, sowie Studienärztin Dr. Sabine Mall (rechts) gratulieren Claudia Piedel (4. v. r.), 5000. Studienteilnehmerin, im Kreis der NAKO-Mitarbeiter. Bild: MDC

Für Deutschlands größte Kohortenstudie hat das Studienzentrum Berlin-Nord nun die Hälfte von insgesamt 10.000 Probanden rekrutiert. Deutschlandweit sollen insgesamt 200.000 Menschen an der Studie teilnehmen, die umfassend untersucht und 20 bis 30 Jahre lang nachbeobachtet werden. Die großangelegte Studie dient der Verbesserung von Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten.

Das NAKO-Studienzentrum Berlin-Nord begrüßte die 5.000. Teilnehmerin der NAKO-Gesundheitsstudie: Claudia Piedel aus Hohen Neuendorf. Prof. Tobias Pischon, Leiter und Sprecher des Studienzentrums, bedankte sich stellvertretend für alle Teilnehmenden für ihre Bereitschaft, zur Studie beizutragen. Wie alle Teilnehmenden hatte Frau Piedel eine mehrstündige Untersuchung absolviert, deren Ergebnisse in die größte Bevölkerungsstudie Deutschlands einfließen werden. Ziel der NAKO-Gesundheitsstudie ist die Verbesserung der Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Demenz.

Die Studienzentren in Berlin

Das Studienzentrum Berlin-Nord auf dem Campus Berlin-Buch wird vom Max-Delbrück-Centrum in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) betrieben und hat 2014 seine Arbeit aufgenommen. Es ist eines von bundesweit 18 Studienzentren, die in die Studie eingebunden sind. Das Studienzentrum soll bis etwa 2018/2019 insgesamt 10.000 Studienteilnehmer untersuchen. Neben dem Studienzentrum Berlin-Nord gibt es in Berlin noch zwei weitere Studienzentren in Berlin-Mitte und Berlin-Steglitz, die insgesamt 30.000 Teilnehmer rekrutieren.

Die NAKO-Gesundheitsstudie

Bundesweit werden für die Studie insgesamt 200.000 Teilnehmende im Alter von 20 bis 69 Jahren untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten befragt. Zusätzlich zur Untersuchung werden verschiedene biologische Proben gewonnen und für Forschungsprojekte getrennt von den Personendaten unter einer Kennnummer aufbewahrt. Die Teilnehmenden werden dann für 20 bis 30 Jahre nachbeobachtet, um so Risikofaktoren auf die Spur zu kommen.

Zur Teilnahme an der Studie

An der Studie kann nur teilnehmen, wer ein Einladungsschreiben von einem der 18 NAKO-Studienzentren erhält. Die Auswahl der Angeschriebenen erfolgt nach dem Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Untersuchungen können nur mit Einwilligung der Studienteilnehmer erfolgen, die ihre Teilnahme jederzeit wieder zurückziehen können. Die Studie wird in den ersten zehn Jahren mit 210 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums, der Länder und der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert. Initiiert haben die NAKO die Helmholtz-Gemeinschaft, Universitäten, die Leibniz-Gemeinschaft sowie Einrichtungen der Ressortforschung.

 

Vera Glaßer

Leiterin Abteilung Kommunikation (kommissarisch)

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